Eigenfett kann in einem kleinen ambulanten Eingriff in örtlicher Betäubung an einer zuvor festgelegten Körperzone entnommen werden. Das Fett wird steril aufgefangen und in Spritzen eingefroren. So kann es bis zu zwei Jahren gelagert werden.
Zu Beginn sollten in Abständen von 4 - 8 Wochen mehrere (3 - 5) Behandlungen erfolgen in denen das Fett in die gewünschte Region retransplantiert wird, um ein lang anhaltendes Resultat zu erzielen. Behandlungseffekte können bei konsequenter Anfangsbehandlung über Jahre bestehen bleiben.
Wünscht der Patient sowieso eine Fettabsaugung störender Polster, kann das im Rahmen der Fettabsaugung (Liposuktion) gewonnene körpereigene Fett aufbereitet und zur Faltenunterspritzung im Gesicht verwendet werden. Es kann sogar eingefroren und zum späteren Einsatz wieder aufgetaut werden. Dieses Verfahren des sogenannten „Liporecyclings“ wurde von Herrn Dr. Sommer maßgeblich mitentwickelt.
Aber auch bei Patienten, die keine Fettabsaugung planen, kann an geeigneten Körperstellen Eigenfett entnommen und an anderen Stellen wieder injiziert werden. Dieses Verfahren nennt man Lipotransfer. Wichtig ist hier, dass auf eine symmetrische, den Körperformen angepasste Entnahme geachtet wird, da sonst unschöne Dellen entstehen können. Auch das hierbei gewonnene Material kann eingefroren und bis zu zwei Jahren wieder verwendet werden.
Da es sich um körpereigenes Material handelt, wird Eigenfett in jedem Fall problemlos vertragen, d.h. es gibt keine Allergien oder andere Fremdkörperreaktionen.
Man kann relativ große Materialmengen gewinnen und so auch größere Gewebedefekte wie eingesunkene Wangen behandeln.
Es eignet sich besonders zur großzügigen Volumenauffüllung von eingefallen wirkenden Wangenbefunden oder eingesunkener Augenregion. Aber auch mittlere und größere Mimikfalten, insbesondere die Nasolabialfalte, können mit Eigenfett direkt aufgefüllt werden.