Dr.Sommer & Dr.Bergfeld Frankfurt: Spezialpraxis für Botox, Fettabsaugung, Laserlipolyse, Hyaluronsäure, Lipotherapie, Liposuktion, Injektionslipolyse, SkinAntiAging und Hautverjüngung in Frankfurt.

Filler/Hyaluronsäure

Es gibt eine Reihe von Füllmaterialien zur Faltenbehandlung, die unter dem Begriff „Filler“, „Augmentationsmaterialien“ oder auch „Implantate“ in der Literatur beschrieben werden. In den letzten Jahren sind ständig neue Materialien hinzu gekommen. Wichtig ist, dass die verwendeten Präparate vom Körper gut vertragen werden.
Geeignet sind hier „biologische Filler“, d.h. im Körper natürlich vorkommende Stoffe. Da sich diese vom Körper selbstständig abbauen lassen(resorbieren), bezeichnet man sie auch als „nicht-permanente Filler“. Die Zeit, die der Körper zur Auflösung benötigt, ist Material abhängig und beträgt zwischen einige Monate bis zu einem Jahr beschränkt.
Warum dauerhafte „permanente“ Filler weniger empfehlenswert sind, können Sie im Absatz "Was versteht man unter permanenten Fillern?" nachlesen.

Welche Filler sind empfehlenswert?

Hyaluronsäure

Hyaluronsäuren haben sich zum jetzigen Zeitpunkt als die sichersten und vielseitigsten Filler etabliert.
Hyaluronsäure ist eine Substanz, die im menschlichen Organismus und insbesondere der Haut in großen Mengen natürlich vorkommt. Sie wird für medizinische Zwecke entweder synthetisch hergestellt oder aus Tiereiweiß gewonnen.
Hyaluronsäuren sind sehr lang etabliert in der Faltenbehandlung und haben sich als sicher und effizient erwiesen. Neuere Hyaluronsäuren haben gegenüber den früheren Produkten deutlich verlängerte Haltbarkeiten von bis zu einem Jahr und länger.

In den letzten Jahren wurden verschiedene Formen von Hyaluronsäuren entwickelt, die sich vor allem durch ihren Vernetzungsgrad und die daraus resultierende „Dicke“ der einzelnen Partikel unterscheiden:
Während ganz reine, unvernetzte Hyaluronsäure eher für feinste oberflächliche Fältchen oder flächenhaft zu einer generellen Hautverjüngung verwendet wird (z.B. Hyalsystem®, Jalupro® ) werden die höhergradig vernetzten Hyaluronsäuren (z.B. Belotero®, Hydrafill®, Juvederm®) für tiefere Falten empfohlen.

Anwendungsgebiete Hyaluronsäuren
Abbildung: Anwendungsgebiete Hyaluronsäuren
Anwendungsgebiete native Hyaluronsäuren
Abbildung: Anwendungsgebiete native Hyaluronsäuren

Sehr hoch vernetzte Produkte können mit speziellen Injektionstechniken zur Gesamtkonturierung des Gesichtes in tiefe Hautschichten eingebracht werden. So werden zum Beispiel beim „Volume-Lift“ die durch den natürlichen Schwund des Unterhautgewebes bedingten Altersveränderungen durch Wiederherstellung des jugendlichen Volumens gemildert.(link Dreidimensionale Volumentherapie).
Aufgrund der guten Verträglichkeit sind Hyaluronsäuren derzeit die am häufigsten eingesetzten Filler.
Und dann gibt es inzwischen Präparate mit „eingebauter“ Betäubung, d.h. schmerzlindernden Stoffen in der Hyaluronsäurespritze.
Deren bessere Verträglichkeit wurde in Studien, an denen u.a. auch unsere Praxis beteiligt war, getestet und stellt einen weiteren Meilenstein in der minimal-invasiven Gesichtsverjüngung dar.

Kollagen ist ebenfalls ein natürlicher Bestandteil der Haut, das in tieferen Hautschichten der menschlichen Haut eine wichtige Rolle bezüglich Festigkeit und Textur spielt und als Füllmaterial vor allem für tiefere Falten eingesetzt werden kann
Ein aus Rinderkollagen streng kontrollierter Bestände gewonnenes Kollagen (Zyderm®) ist bereits seit vielen Jahren auf dem Markt. Da bei diesem Präparat die Gefahr einer Allergisierung besteht, wird eine Vortestung auf Verträglichkeit empfohlen.
Neu auf dem Markt ist ein dem menschlichen Kollagen sehr ähnliches Kollagenprodukt aus Schweinekollagen (Evolence®). Hier ist keine Vortestung erforderlich. Die durchschnittliche Haltbarkeit von Kollagen liegt ebenfalls zwischen 3 und 6 Monaten.

Polymilchsäure

Polymilchsäure (Polylaktat) kommt im menschlichen Organismus überall natürlicherweise vor, kann inzwischen aber auch synthetisch hergestellt werden (Sculptra®). Vorteile sind die gute Verträglichkeit der Substanz und eine lange Haltbarkeit des Effektes. Dieser hat dazu geführt, die Substanz auch als semi-permanenten, d.h. halb- dauerhaften Filler zu bezeichnen. Die Substanz eignet sich besonders für die sog. Nasolabialfalte (Falte von der Nase zum Mundwinkel) und zur Anhebung der Mundwinkel. Da größere Mengen in einer Sitzung unbedenklich angewendet werden können, ist auch eine großflächige Auffüllung, wie beispielsweise bei eingesunkenen Wangen möglich. Üblicherweise erfolgt die Behandlung in zwei Sitzungen im Abstand von 1-2 Monaten, danach hält der erzielte Effekt zwischen einem halben und einem Jahr an.

Anwendungsgebiete Polylaktat (Sculptra)
Abbildung: Anwendungsgebiete Polylaktat (Sculptra)

Gerade bei Polymilchsäure ist eine genaue Platzierung der Substanz in die richtige Hautschicht wichtig, um Komplikationen zu vermeiden. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen bedarf es einer genauen Indikationsstellung und eines erfahrene Anwenders.

Eigenfett

Eigenfett ist –wie der Name schon impliziert- ein körpereigener Filler. Eigenfett eignet sich besonders zur großzügigen Volumenauffüllung von eingefallen wirkenden Wangenbefunden oder Augenringen. Aber auch mittlere und größere Mimikfalten können mit Eigenfett direkt aufgefüllt werden. Als körpereigenes Material spielen Unverträglichkeitsreaktionen hier natürlich keine Rolle. Nach zwei bis drei Injektionen initial hält der Behandlungseffekt in der Regel mehrere Jahre.

Anwendungsgebiete Eigenfett
Abbildung: Anwendungsgebiete Eigenfett

Gewonnen wird das Eigenfett beispielsweise in einem kleinen ambulanten Eingriff mit örtlicher Betäubung aus einer zuvor festgelegten Körperzone. Dieses Verfahren nennt man Lipotransfer, was bedeutet, dass Eigenfett entnommen und an eine andere Stelle wieder injiziert wird. Wichtig ist hier, dass auf eine symmetrische, den Körperformen angepasste Entnahme geachtet wird, da sonst unschöne Dellen entstehen können.
Ein anderes Verfahren ist das sogenannte Liporecycling, das von Dr. Sommer maßgeblich mitentwickelt wurde. Hier erfolgt in einem größeren Rahmen eine Eigenfettgewinnung durch Fettabsaugung (Liposuktion) störender Fettpolster. Das auf diesem Wege gewonnene körpereigene Fett wird entsprechend aufbereitet und direkt zur Faltenunterspritzung genutzt oder eingefroren und auf diese Weise für einen späteren Zeitpunkt aufgehoben. Eigenfett ist eingefroren bis zu 2 Jahren haltbar.

Gibt es auch andere körpereigene Materialien, die sich zur Faltenbehandlung eignen?

Die Plasmagel® - Methode – ein in Südamerika entwickeltes Verfahren – wird seit einiger Zeit auch in Europa zur Unterspritzung von Falten, seltener von größeren Weichteildefekten angewendet. Es handelt sich um ein sogenanntes autologes Präparat, d.h. die Inhaltsstoffe sind körpereigen. Das Material wird für jeden Patienten individuell hergestellt: Dem Patienten wird wie bei einer normalen Blutabnahme Blut abgenommen. Dieses Blut wird dann zentrifugiert. Dadurch werden die festen Blutbestandteile wie z.B. rote und weiße Blutkörperchen, vom flüssigen Anteil des Blutes, dem Plasma getrennt. Dieses wird für die Herstellung von Plasmagel® benötigt und in kleine Spritzen abgefüllt. Im Plasma sind noch eine Reihe löslicher Blutbestandteile, unter anderem die Gerinnungsfaktoren. Bei vorsichtiger Erwärmung des in die Spritzen abgefüllten Plasmas führen sie dazu, dass sich dieses in eine gelartige Substanz verwandelt. Eventuell können vor dem Erwärmen dem Plasma noch Zusätze, wie örtlich Betäubungsmittel oder Kochsalzlösung zugeführt werden.
Das so gewonnen Gel kann nun zur Unterspritzung von Falten oder anderer Weichteildefekte verwendet werden.

Aufgrund der bisher vorliegenden klinischen Erfahrungen kann man davon ausgehen, dass die erreichten Ergebnisse hinsichtlich der Dauer in etwa den der Kollagenpräparate  vergleichbar sind, d.h. der Auffütterungseffekt hält zwischen 4 bis 6 Monaten.

Welche Vorteile haben körpereigene (autologe) Materialien?

Autologe Materialien haben den Vorteil, dass sie sehr gut vertragen werden und keine Allergien auslösen, da der Körper die Bestandteile ja bestens kennt. Daher sind auch keine Vortestungen nötig. Das bekannteste und sehr bewährte autologe Material, das bisher verwendet wurde, ist Eigenfett. Der Nachteil ist der zur Materialgewinnung nötige Aufwand (Fettgewinnung bzw. Blutentnahme und Aufbereitung). Unterschiedlich ist die Haltbarkeit des Ergebnisses bei autologen Materialien. Hier scheinen große individuelle Unterschiede bei den Patienten hinsichtlich der Geschwindigkeit des Abbaus zu bestehen.

Wann werden Falten mit Botulinumtoxin behandelt?

Durch andauernde bewusste oder auch unbewusste Anspannung von bestimmten mimischen Muskeln kann sich das Gesicht, besonders die Stirnregion und Augenpartie verkrampfen. Typische Falten, die so entstehen, sind die „Sorgen-„ und die „Zornesfalten“ an der Stirn und Lachfältchen („Krähenfüsse“) an den Augen.
Das Medikament Botulinumtoxin ist ein „Verspannungsblocker“, der die Übertragung des Befehles vom Nerv auf den Muskel selbst für ca. 3 - 5 Monate blockiert. Es wird aus dem Bakterium Clostridium botulinum biotechnologisch unter scharfen Sicherheitsbestimmungen gewonnen. Botulinumtoxin wird in präziser, sehr verdünnter Dosierung in die zu behandelnde Region gespritzt. Bis auf wenige, sehr kleine Einstiche, die noch für ein paar Minuten zu sehen sind, hinterlässt die Behandlung keine Spuren. Die Wirkung setzt nach 2 - 7 Tagen ein. Ausführliche Information zu Botulinumtoxin enthält die Patienteninformation Botulinumtoxin.

Was bedeutet dreidimensional Volumentherapie?

Beim Älterwerden graben sich nicht nur einzelne Falten tiefer in die Haut. Das gesamte Unterhautgewebe nimmt ab, Wangen- und Mundpartie sacken ein und das Gesicht verliert zunehmend die jugendlichen Konturen.
Diese Veränderungen können durch eine reine Behandlung von Falten oder sogar ein Straffen der Haut nicht korrigiert werden.
Was fehlt, ist das jugendliche Volumen: vergleichen Sie einmal selber Ihre Bilder Anfang 20.
Bei den meisten von uns schwindet mit dem Älterwerden die Fülle. Und das lässt uns dann müde, älter und manchmal sogar traurig aussehen.

Und hier setzt die Dreidimensionale Volumentherapie an:
Durch gezielte Gabe von haltbaren, stabilen Hyaluronsäuren lassen sich diese Partien wieder Aufpolstern. Das Volumen „liftet“ diese Region.

Hierzu ist eine spezielle Injektionstechnik nötig, die Dr. Sommer als einer der ersten deutschen Therapeuten in Frankreich gelernt hat und inzwischen in Kursen anderen Kollegen beibringt.

Was versteht man unter permanenten Fillern?

Permanente Filler haben einen dauerhaften, eben permanenten Effekt. Dieser beruht darauf, dass sie Stoffe enthalten, wie beispielsweise Acrylperlchen, die der Körper nicht abbauen kann. Es wird also ein Fremdmaterial implantiert, das im Körper verbleibt! Auf den ersten Blick erscheint diese dauerhafte Wirkung natürlich sehr verlockend. Nicht unbedenklich sind jedoch entscheidende Nachteile:

Zum einen treten relativ häufig Nebenwirkungen wie Allergie-Entwicklung und Verlagerung der flüssigen Materialien auf. Da die Stoffe ja nicht abgebaut werden, können diese unerwünschten Effekte nur durch mühsames Herausoperieren der Substanz beendet werden, was nicht immer möglich ist.
Zum anderen nimmt mit dem Alter auch allmählich das gesamte Unterhautfettgewebe ab. Das bedeutet, dass auch trotz guter Materialverträglichkeit, ein über Jahre anhaltender effekt negative Folgen haben. So kann es sein, dass sich nach einigen Jahren das permanente Implantat als unnatürlich wirkender Strang über dem insgesamt zurückgewichenen Hautniveau abhebt, ein sogenannter Schneeschmelzeneffekt.


Aufgrund der dargestellten Probleme folgt Herr Dr. Sommer der Empfehlung zahlreicher Fachgesellschaften und behandelt nicht mit flüssigen permanenten Fillern!