Der Name Mesotherapie ist vom griechischen Wort „mesos“ Mitte abgeleitet. Die Grundidee hierfür wurde in Frankreich vor über 50 Jahren entwickelt. Um optimale Heilungseffekte bei möglichst geringen Nebenwirkungen zu erreichen, beschrieb der französische Arzt
Dr. Michel Pistor eine Injektionstechnik zum Einbringen von Heilstoffen in unmittelbarer Nähe zum „erkrankten“ Ort.
Bei der Mesotherapie handelt es ich somit bei richtiger Anwendung um ein Verfahren, in welchem der Wirkstoff in geringer Dosierung direkt ins Gewebe injiziert wird und daher wenige Nebenwirkungen verursacht. Es gibt zahlreiche Indikationen, bei denen Mesotherapie Linderung oder Heilung bringen kann, wie beispielsweise Schmerztherapie, Gelenkerkrankungen oder Abwehrschwächen. Der Einsatz in der ästhetischen Medizin erfolgt erst seit einigen Jahren. Die Behandlung gibt der Haut Spannkraft, Festigkeit und Glanz zurück. Sie ist auch geeignet, nach Peeling oder Laserbehandlungen die rasche Regeneration der Haut zu fördern.
In der ästhetischen Medizin gilt die Mesotherapie als eines der Verfahren zur sanften Hautverjüngung. Sie lässt Falten nicht völlig verschwinden, sondern ist vielmehr eine Basisbehandlung, die das Aussehen insgesamt verbessert. Zielgruppe sind Patienten mit beginnender Hautermüdung im Alter von 35 bis 50 Jahren. Die Wirkstoffe regen den Zellstoffwechsel an und tragen so zur Erhaltung einer jüngeren Hautstruktur bei.
Der bei der Mesotherapie erreichte Effekt wird auch als Mesolift-Effekt bezeichnet. Er resultiert aus der erhöhten Grundspannung und Straffheit der Haut mit Glättung von feinen oberflächlichen Fältchen.
Die Mesotherapie kann praktisch am ganzen Körper zur Auffrischung und Straffung der Haut eingesetzt werden. Ideale Indikationen sind die Haut von Hals und Dekollete, die Handrücken und auch das Gesicht.
In der ästhetischen Medizin verwendet man auf den Hautzustand abgestimmte Mischungen aus verschiedenen Vitaminen, Aminosäuren und Hyaluronsäuren. Hierdurch kann eine enorme Stimulation des Zellstoffwechsels und der Gewebevitalisierung erreicht werden.
Beispielsweise sinkt über Jahre durch Abnahme des Hyaluronsäuregehaltes der Haut das Vermögen, Feuchtigkeit zu speichern. Auch der Zellstoffwechsel verlangsamt sich. Durch direkte Zufuhr von Hyaluronsäure kann dieser Mangel ausgeglichen werden, da diese bioaktive Prozesse auslöst, wodurch die Neubildung von Kollagen und Elastin angeregt wird.
Auf den Hautzustand abgestimmte Wirkstoffe, wie beispielsweise Vitamine und Aminosäuren, dienen weiterhin zur Erhaltung und Regeneration der Haut.
Um einen Effekt zu erreichen, ist eine wiederholte, kontinuierliche Behandlung erforderlich.
Das bedeutet: anfangs gibt es ca. 3 – 5 Behandlungen in einem Abstand von etwa 2 Wochen bis 1 Monat. Anschließend wird eine Auffrischung alle 6 Monate empfohlen.
Unter Mesopeel wird ein Kombinationsverfahren verstanden. Nach einem vorbereitenden, speziell abgestimmten Glykolsäurepeeling, welches die haut aufnahmefähiger macht, wird direkt anschließend eine Mesotherapie durchgeführt.
Cellulite entsteht unter dem Einfluss weiblicher Hormone (Östrogene) aus einem Zusammenspiel von Bindegewebssepten und Fettzellverbänden, sowie Wassereinlagerungen im Unterhautfettgewebe. Das ideale Erfolgsrezept einer Behandlung gibt es bislang noch nicht, durch eine Kombination verschiedener Verfahren kann aber eine Verbesserung erreicht werden.
Die Anwendung erfolgt mit sehr speziellen Mischungen in Kuren 1x wöchentlich über 6 Wochen, dann 14tägig, dann monatlich.
Den besten Erfolg erreicht man in Kombination mit weiteren Maßnahmen, wie Sport, Ernährung, Massage mit geeigneten Cremes und Endermologie. In sehr ausgeprägten Fällen sind andere Verfahren, wie beispielsweise die Injektionslipolyse, Liposuktion oder laserlipolyse hilfreich und verbessern das Erscheinungsbild.