Peeling bedeutet „schälen“. Tatsächlich zielen Peelingverfahren darauf ab, die obersten Hautschichten dosiert abzuschälen. Dadurch regeneriert sich die Haut wieder und wirkt danach frischer und verjüngt. Beim chemischen Peeling wird die Ablösung bestimmter Hautschichten durch das Aufbringen chemischer Stoffe, meist Säuren (Furchtsäure oder Trichloressigsäure = TCA) bewirkt. Wie tief die Haut abgelöst wird, kann durch Konzentration und Einwirkdauer der aufgebrachten Lösung variiert werden.
Peelingverfahren eignen sich zur Behandlung feinster Fältchen, Hautunregelmäßigkeiten und Pigmentflecken. Da die Haut danach für einige Zeit empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert, sollten Peelings idealerweise in der kalten Jahreszeit durchgeführt werden.
Es handelt sich um das gezielte und dosierte Abtragen der Haut (Schälbehandlung) bis zu unterschiedlichen Tiefen mit dem Ziel, eine Regeneration der Haut zu erreichen
Peeling.
Je nach verwendeter Substanz und Anwendungsart können verschiedene Hautebenen erreicht werden.
Am häufigsten kommen gut verträgliche, oberflächliche Peelings (auch „ Erfrischungs-„ oder Softpeels genannt) zur Anwendung, die die Hautqualität verbessern. Sie entfalten ihre Wirkung in den obersten Hautschichten und können problemlos als sogenannte „lunch time procedures“ durchgeführt werden, d.h. es entstehen keine Ausfallzeiten für den Patienten.
Um mehr Effekt auf die „Hautarchitektur“ (Fältchen, Fehlpigmentierungen) zu erreichen, können auch stärkere Peelings mit Erreichen tieferer Hautschichten eingesetzte werden.
Eine komplette Peeling-Behandlung besteht immer aus 3 Phasen: Vorbereitung, eigentliche Peeling-Kur und Nachbehandlung. Eine Peeling-Kur sollte als mehrmonatiges Programm geplant werden.
Fruchtsäure heißen chemisch Alpha-Hydroxysäuren, daher die Abkürzung AHA. Sie kommen in Früchten, aber auch als Stoffwechselprodukte im menschlichen Körper vor. Sie bewirken einen oberflächlichen Softpeeling, d.h. in der Regel ist die Aktivität des Patienten in Freizeit und Beruf im Anschluss an dem Peeling nicht eingeschränkt.
Die Fruchtsäuren werden im Allgemeinen aus natürlichen Rohstoffen (Weintrauben, Äpfel, Zitronen, Rohrzucker, Milch) gewonnen. Die aus Rohrzucker gewonnene Glykolsäure wird am häufigsten verwendet und ist am besten erforscht. Aufgrund ihrer kleinen Molekülgröße dringt sie besonders gut in die Haut
Die Haut wird glatter und straffer, feine Knitterfältchen werden gebessert
Porengröße und Hyperpigmentierungen können gelindert werden
Die Hautstruktur und die Spannkraft bessern sich
Durch Anwendung höher konzentrierter Fruchtsäuren oder stärkerer Präparate kann die Tiefenwirkung des Peelings gesteigert werden.
Auch die Kombination verschiedener Säuren (Jessner Lösung, TCA-Lösung) kann zu einer stärkeren Wirkung führen.
Ziel ist eine intensivere Erneuerung der Hautschichten.
Da hierbei eine sichtbare, stärkere Schälwirkung ausgelöst wird (Bildung von Krusten und Schuppen), muss man eine entsprechende Abheilungsphase von 7 bis 10 Tagen einplanen.
Oberflächliche Hautschichten können nicht nur durch Laserenergie oder chemische Peelingsubstanzen, sondern auch mechanisch mit einer sehr feinen, speziell für die gezielte Abtragung von Hautschichten hergestellten hochtourigen Präzisionsfräse abgetragen werden. Dieser Vorgang wird Dermabrasion d.h. Hautabschleifung genannt. Die Dermabrasion eignet sich zur Abtragung umschriebener Hautareale, zum Beispiel um den Mund bei feinsten Fältchen und wird in einer örtlichen Betäubung durchgeführt.
Es kann insbesondere bei Menschen, die hierzu neigen, zum Auftreten von Herpes labialis (Fieberbläschen) oder Infektionen kommen, weshalb vorbeugend entsprechende Medikamente empfohlen werden. Die neugebildete Haut ist sehr lichtempfindlich. Um unschöne Überpigmentierungen zu vermeiden ist hoher Lichtschutz für ca. 3 Wochen nach der Behandlung erforderlich. Bei allen Methoden ist darauf zu achten, dass keine tieferen Hautschichten verletzt werden, da sonst Pigmentverschiebungen oder sogar Narben zurückbleiben könnten. Deshalb sollte die Behandlung immer von Ärzten durchgeführt werden, die Erfahrung in der jeweiligen Methode haben.
Direkt nach der Behandlung ist die Haut stark gerötet und nässt, vergleichbar einer Schürfwunde. Die Neubildung der oberflächlichen Hautschichten dauert zwischen 5 und 10 Tagen. Die anschließende Rötung der neuen Haut hält je nach Methode unterschiedlich lange an: Nach chemischem Peeling und Hautabschleifung bis zu 3 - 6 Wochen, nach Laserbehandlung bis zu 6 - 12 Wochen zum Teil auch noch länger. Nach etwa 7 - 10 Tagen kann dies jedoch mit Make-up abgedeckt werden.