Dr.Sommer & Dr.Bergfeld Frankfurt: Spezialpraxis für Botox, Fettabsaugung, Laserlipolyse, Hyaluronsäure, Lipotherapie, Liposuktion, Injektionslipolyse, SkinAntiAging und Hautverjüngung in Frankfurt.

Kleine operative Eingriffe

Subcision zur Faltenbehandlung

Was ist mit Subcision gemeint?

Der ursprünglich aus dem lateinischen stammende Begriff, bedeutet so viel wie „Durchtrennen von unten“. Der Begriff hat in der korrektiven ästhetischen Medizin in den letzten Jahren bei der Behandlung eingezogener Narben Bedeutung gewonnen. Über kleine Einschnitte werden dabei spezielle Kanülen oder Drahtskalpelle unter die Narbe geführt und das verhärtete Bindegewebe durchtrennt. Dadurch wird der Narben- bzw Faltenzug in der Tiefe gelöst, die Einziehung gleicht sich dem Hautniveau an und fällt nicht mehr so auf.

Wie funktioniert Subcision bei der Faltenbehandlung?

Die Region wird örtlich betäubt. Am unteren Ende der zu behandelnden Falte wird dann ein an einer feinen Nadel befestigtes ein sehr dünner, scharfer Metallfaden (sogenanntes Drahtskalpell) oder ein sehr fester Kunststoffaden eingeführt. Mit Hilfe der Nadel wird dieser dann vorsichtig wenige Millimeter unter der Haut (in der Subkutanschicht) unmittelbar neben der Falte bis zu deren anderem Ende vorgeschoben. Dort wird die Verlaufsrichtung der Nadel umgekehrt und die Nadel mit dem an ihr befestigten Draht-oder Kunststofffaden direkt neben der Falte auf der anderen Seite wieder zum Ausgangspunkt zurückgeführt. Durch diesen Vorgang ist jetzt der Draht bzw Faden zu beiden Seiten der die Falte nach unten ziehenden Fasern platziert. Der Arzt nimmt jetzt die beiden Enden und durchtrennt durch vorsichtiges Zurückziehen des Drahtskalpells die Bindegewebsfasern unter der Falte.

Wie sieht man direkt nach der Behandlung aus?

Unmittelbar nach der Behandlung kann durch die örtlich Betäubung und den Eingriff eine leichte Schwellung sichtbar sein, die nach einigen Stunden verschwindet. Den Rückgang der Schwellung kann man durch Kühlen und Drücken nach dem Eingriff beschleunigen. Ein Überschminken direkt nach der Subcision ist möglich.

Für welche Falten eignet sich die Subcision-Behandlung?

Falten haben die unterschiedlichsten Ursachen: Feine Fältchen entstehen durch Einwirkung von Sonnenlicht, andere Falten durch Schwerkraft. Die Subcision eignet sich für Falten, bei deren Entstehung Verhärtungen des subkutanen (unter der Haut gelegenen )Bindegewebes eine Rolle spielen.

Die Falte, die vom Mundwinkel zur Nase zieht (die Nasolabialfalte), prägt sich bei einigen Menschen sehr stark aus und verleiht diesen ein hartes, unfreundliches Aussehen. Bei der Entstehung dieser Falte spielt neben der Mimik (Lachen) oft auch eine gewisse Veranlagung eine Rolle. Die deutliche Ausprägung geht dabei mit der zunehmenden Ausbildung von Bindegewebsfasern, die die Haut an dieser „Sollbruchstelle“ noch mehr in die Tiefe ziehen, einher.

Die Durchtrennung der Fasern führt zu einer deutlichen Lockerung und einem Verstreichen der harten Konturen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen treten so gut wie nicht auf.

Das Einbringen der örtlichen Betäubung kann etwas Brennen, danach ist der Bereich während des gesamten Eingriffs schmerzfrei. Auch nach Abklingen der örtlichen Betäubung treten kaum Schmerzen auf.

Eine vorübergehende leichte Schwellung kann für einige Tage bestehen bleiben.

Manchmal treten auch kleine Blutergüsse auf.

Was sind die Vorteile einer Subcisionsbehandlung?

Vorteile der Behandlung sind der lang anhaltende Effekt, da es Monate dauert, bis sich neue Fasern bilden. Auch dann wird der Befund noch deutlich verbessert gegenüber dem Ausgangsbefund sein, da sich die wirklich tiefen Einziehungen ja über Jahre hinweg entwickeln.

Ein weiterer Vorteil ist, dass keinerlei Fremdmaterial in den Körper eingebracht wird, also alles ganz natürlich bleibt.

Kann die Behandlung mit anderen Verfahren kombiniert werden?

Manchmal bleiben an der Oberfläche nach Lösen der tief gelegenen Faserzüge noch Reste der Falte in der Haut sichtbar. Wenn diese als störend empfunden werden, können sie mit einem der üblichen Füllmaterialien (z.B. Hyaluronsäure) aufgefüllt werden.

Wie lange hält das Resultat?

Die Neuformation der zugrunde liegenden Faservermehrungen und –verhärtungen benötigt Monate. Immerhin hat sich die ursprüngliche eingegrabene Falte ja auch über Jahre entwickelt. So entsteht auch die „neue“ Falte allmählich. Der Patient entscheidet, ob er gleich den Anfängen wehrt, zum Beispiel mit einer Unterspritzungsbehandlung.

Aptos®-Fäden („Russische Fäden“)

Was sind Aptos®-Fäden (Russische Fäden)?

Aptos®-Fäden wurden zuerst von Dr. Sulamanidze aus Moskau eingesetzt. Daher auch der Name „Russische Fäden“. Es handelt sich um Kunststofffäden aus Polypropylen, die mit kleinen Haken gefertigt werden. Die Haken sind wie Mini-Angelhaken zur Mitte des Fadens ausgerichtet und führen nach Einbringen in das Gewebe zu einer Verankerung und Geweberaffung.

Wie funktionieren Aptos®-Fäden?

Im Rahmen der natürlichen Hautalterung des Gesichtes kommt es durch Nachlassen der Spannkraft schwerkraftbedingt zum „Hängen“ von Hautpartien. Die Haut wirkt schlaff und faltig. Aptos®-Fäden sollen das erschlaffte Gewebe anheben und fixieren. Mit den Kunststofffäden wird die Haut in die gewünschte Position gebracht. Die kleinen Widerhaken fixieren den nicht-auflösbaren Faden im Gewebe. Dies hat einen „Aufhänge-Effekt“ des Gewebes zu Folge, was im Fachjargon als Suspensionsaugmentation bezeichnet wird (suspendere = aufhängen). Neben dem „Aufhänge-Effekt“ kommt es um die Fäden zu einer Neubildung von Gewebefasern, einer Art unsichtbaren Narbe, was eine zusätzliche Straffung bewirkt und die Fäden im Gewebe fixiert.

Wie werden Aptos®-Fäden eingebracht?

Die Hautstraffung und –aufhängung mit Aptos®-Fäden gehört zu den sogenannten minimal invasiven Verfahren der Gesichtsverjüngung, d.h. es handelt sich um eine Mini-Operation, die ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Entlang festgelegter Linien werden die Fäden über dünnen Hohlnadeln, die als Führungsschienen, dienen in das Gewebe zwischen Haut und Muskel, das sogenannte Subkutangewebe, eingebracht. Der Faden wird an festgelegten Stellen wieder aus der Haut herausgeführt. Nun kann das Gewebe mit Hilfe des Fadens gerafft und der Faden in seine endgültige Position gebracht werden. Nach Einbringen des Fadens wird die Führungshülse entfernt, die Fadenenden werden unter der Haut versenkt. Der Faden verankert sich mit seinen Widerhaken im Gewebe und hält so das Gewebe in der gewünschten Position.

Im Bereich der Wangen werden z.B. drei Fäden bogenförmig eingezogen und die Haut damit nach oben gerafft. Zu sehen sind dann nur die kleinen Einstiche der Führungsnadeln und eine leichte Schwellung. Die Operation dauert im Durchschnitt eine bis anderthalb Stunden.

Für welche Patienten sind Aptos®-Fäden geeignet?

Der durch Einbringen von Aptos®-Fäden erreichbare sanfte Lifting-Effekt eignet sich für Patienten mit beginnenden Gewebeerschlaffungen, die aber noch zu jung für ein „echtes“ Lifting (mit Straffen und Wegschneiden der Haut) sind. Meist sind die Patienten zwischen 40 bis 60 Jahre alt.

Vor allen Patienten mit Alterungserscheinungen im mittleren Gesichtsdrittel, also Gewebeerschlaffungen im Bereich der Wangen, können mit Aptos®-Fäden behandelt werden. Mit den Fäden kann eine Straffung der Wangenpartie und ein Anheben hängender Mundwinkel erreicht werden. In ausgewählten Fällen können sie auch zur Formung und Straffung der Kinnpartie verwendet werden.

Ist eine Kombination mit anderen Verfahren möglich?

Oft ist eine Kombination mit anderen Verfahren sogar sehr sinnvoll.

So kann zur Formung und Straffung bei hängenden Wangen eine Absaugbehandlung von Kinn und unterem Wangendrittel mit dem Einbringen von Aptos®-Fäden zum Straffen der Haut kombiniert werden.

Selbstverständlich können auch die üblichen Verfahren der Faltenunterspritzung mit Füllmaterialien oder Botulinumtoxin kombiniert angewendet werden.

Wie lange hält das Ergebnis?

Das ist von Patient zu Patient aufgrund verschiedener Gewebetypen etwas unterschiedlich.

Durch den primären Raffungseffekt ist bereits unmittelbar nach dem Eingriff  ein Effekt sichtbar. Das langanhaltende Ergebnis durch Bindegewebsneubildung ist die Folge eines Optimierungsprozesses, der ungefähr vier bis fünf Wochen nach der Implantation beginnt. Die Haut sieht nun fülliger und auch straffer aus.

Im allgemeinen kann man mit einer Haltbarkeit von 3 bis 5 Jahren, häufig auch länger rechnen. Eine Entfernung der Fäden ist nicht nötig.

Gibt es häufig Komplikationen?

Komplikationen sind selten.

Schwellungen und kleine Blutergüsse können nach der Operation vorübergehend auftreten. Diese klingen nach einigen Tagen allein ab.

Durch das Einbringen der Fäden können in seltenen Fällen Keime unter die Haut verschleppt werden und eine Entzündung auslösen. Daher wird beim Einbringen streng auf Sterilität geachtet. Der Patient erhält im allgemeinen auch eine prophylaktische Behandlung mit Antibiotikum für einige Tage.

In seltenen Fällen kam es vor, dass Fäden sich gelockert haben. Sollte dies passieren, muss der Faden über einen kleinen Hautschnitt aufgesucht und entfernt werden. Bei Bedarf kann dann ein neuer Faden eingezogen werden.

Was sind die Vorteile der Methode?

Das Einsetzen von Aptos®-Fäden ist für den Patienten ein vergleichsweise gering belastender Eingriff, da er in örtlicher Betäubung als ambulante Methode durchgeführt werden kann.

Es resultieren keine großen Narben, die kleinen Einstiche und eventuell auftretende Blutergüsse können unmittelbar nach dem Eingriff überschminkt werden und verheilen innerhalb weniger Tage. Nach Abklingen möglicher Schwellungen können die Patienten nach ein bis drei Tagen wieder ihren normalen Tagesgeschäften nachgehen.