Photodynamischer Therapie (PDT) - Hilfe & Infos

Photodynamische Therapie

Photodynamische Therapie: Neu im Ästhetikbereich und besonders intensiv

Die photodynamische Therapie wird schon seit längerer Zeit eingesetzt, um Tumorvorstufen der Haut zu behandeln. Der Einsatz zur Hautverjüngung ist neu.

Die photodynamische Therapie ist prinzipiell geeignet zur Therapie von Lichtschäden an der Haut.

Diese äußern sich als kosmetisch störende Pigmentunregelmäßigkeiten, Porenvergrößerung und Knitterfältchen, in fortgeschrittenen Stadien dann aber auch als Hautkrebsvorstufen oder tatsächliche Hauttumoren.

„Gesunde Haut ist schöne Haut“: tatsächlich bestehen hier fließende Übergänge zwischen dem kosmetischen Ansatz mit dem Ziel, die Hautoberfläche wieder ebenmäßiger zu gestalten und einer tatsächlichen Tumorprävention.

Wie funktioniert die Therapie?

Es handelt sich um eine intensive Therapie mit kombinierten Einsatz einer Spezialcreme (Metvix ®) und IPL- Laserenergie.

Damit die Therapie die volle Wirkung entfalten kann, wird folgendes Stufenschema durchgeführt:

  • Zunächst wird die Haut auf die optimale Aufnahme der Spezialcreme vorbereitet. Wir setzen hierzu das Microneedling zum Einarbeiten der Creme in die Haut ein. Aufgabe der Creme ist es, die die Lichtaufnahmefähigkeit sonnengeschädigter Zellen zu steigern. Sie muss hierzu zwischen 2 bis 4 h einwirken, in einigen Fällen unter Okklusion (Abdecken der Haut mit einer Folie).
  • Dann erfolgt die Aktivierung der Creme durch Belichtung mit dem IPL-Laser. In einem oder mehreren Durchgängen wird mit spezieller Wellenlänge belichtet.

Photodynamischer Therapie - FAQ

Es kommt zu einer intensiven Reaktion (anfangs ähnlich einem Sonnenbrand) mit anschließender Hauterneuerung.

Die photodynamische Therapie eignet sich zur Verbesserung unregelmäßig pigmentierter, feinknitteriger Haut. Altersflecken werden gemildert, Poren verkleinert, die haut wird fester. Auch Rötungen und kleine Gefäße können durch den Einsatz des IPL-Lasers behandelt werden.

Behandelt werden kann das Gesicht, aber auch die „Problemzonen“ Hals und Decolleté sowie die Hände und Unterarme.

Mit Lichtenergie gegen Lichtschäden: das funktioniert!

Vorteile einer Therapie von Hautkrebsvorstufen

Lichtgeschädigte Haut neigt im Laufe unseres Lebens zu Hautkrebsvorstufen. Im Verlauf kann es auch zu manifestem Hautkrebs kommen. Um dies zu verhindern sollten möglichst schon früh Hautkrebsvorstufen behandelt werden.

Es gibt viele Möglichkeiten Hautkrebsvorstufen erfolgreich zu therapieren. Die meisten, wie z.B. Laserabtragung, Kryotherapie, umschriebene Behandlung mittels Cremes oder operativer Entfernung haben den großen Nachteil, dass nur die sichtbaren Hautkrebsvorstufen behandelt werden können. Da im Falle von Sonnenlichtexposition oder Solarium unsere Haut aber ausnahmslos flächig bestrahlt und damit geschädigt wird, liegt meist auch ein unsichtbarer Lichtschaden ganzer Hautareale vor. Erkennt man z.B. eine Hautkrebsvorstufe an der Stirn, ist nicht unwahrscheinlich dass im Laufe des Lebens die gesamte Gesichtshaut einer vergleichbar hohen Sonnenexposition und damit Lichtschädigung ausgesetzt war.

Eine sehr elegante Möglichkeit die (noch) nicht sichtbaren Lichtschäden mit zu behandeln ist die Photodynamische Therapie (PDT). Ein mittels Creme aufgetragener Wirkstoff (Methyl-[5-amino-4-oxopentanoat] - Metvix® Creme oder 5-Aminolävulinsäure - Alacare® Pflaster) wirkt 4 Stunden lang großflächig auf die zu behandelnden Hautareale ein (z.B. Dekolleté oder Gesicht). Das Besondere hierbei ist, dass nur geschädigte Zellen bzw. Krebszellen den Wirkstoff in ausreichenden Mengen speichern. Wird das zu behandelnde Areal dann mit der erforderlichen Licht- und Energiedosis belichtet, kommt es ausschließlich zu einer Zerstörung der lichtgeschädigten bzw. erkrankten Zellen. Diese selektive Zerstörung führt zu einer Entzündungsreaktion mit anschließendem narbenfreien Abheilen, also Erneuerung der Haut. Praktisch äußert sich diese Reaktion nach der Behandlung etwa vergleichbar einem Sonnenbrand. Je nachdem wie ausgeprägt der vorherige Lichtschaden war kommt es dann eben zu einem massiven Sonnenbrand mit Bläschen und Krustenbildung – oder eben im Falle leichter Zellschäden – nur zu einer leichten entzündlichen Rötung. Diese Umbauvorgänge sind nach spätestens einer Woche abgeschlossen, wonach für ein optimales Ergebnis ein zweiter Behandlungszyklus erforderlich ist.

"Verjüngungseffekt"

Nach Photodynamischer Therapie von Hautkrebsvorstufen zeigt sich in der Regel nicht nur ein Abheilen der erkrankten Haut, sondern meist auch eine eindrucksvolle Verbesserung der Pigmentflecken, der altersbedingten Fältchen und des Elastizitätsverlustes der Haut. Diesen "Verjüngungseffekt" macht man sich bei der Photodynamischen Therapie aus ästhetischen Gründen zu Nutze. Da die „Hautverjüngung „ aber umso stärker eintritt je zahlreicher Zellen der Haut geschädigt vorliegen , zeigte sich eine Kombination aus Micro-Needling, Photodynamischer Therapie (PDT) und Aktivierung mittels Intense Pulse Light (IPL) als besonderes Effektiv. Hierbei verstärken sich die bereits schon als alleineige Therapieform äußerst wirksamen Behandlungen Needling, PDT und IPL gegenseitig.

  1. Durch das großflächige Micro-Needling der Haut kommt es zu einer Hautstraffung, einem gleichmäßigeren, feinpoorigeren Hautbild und zeitgleich zu einer zusätzlichen artifiziellen Schädigung der Hautzellen vor PDT.
  2. Die dann im Anschluss aufgetragene wirkstoffhaltige Creme (Methyl-[5-amino-4-oxopentanoat] oder 5-Aminolävulinsäure) zur Durchführung der Photodynamischen Therapie kann durch die geneedelte Hautoberfläche besser in die Hauttiefen eindringen und wird von einer erheblich höheren Anzahl an Zellen aufgenommen als dies bei unbehandelter Haut der Fall wäre.
  3. Die Aktivierung der PDT erfolgt in unserer Praxis nicht mittels der üblichen Rotlichtlampe, durch welche oftmals eine minutenlange qualvolle Behandlung ertragen werden muß. In unserer Praxis erfolgt die Aktivierung der PDT mittels Intense Pulse Light (IPL), also einer Art Laserimpuls. Hierbei kommt es lediglich zu einem Hitzegefühl über einen Zeitraum von etwa einer zehntel Sekunde! Ein sehr willkommener Nebeneffekt der PDT Aktivierung mittels IPL ist eine gleichzeitige Behandlung von Couperose und „Altersflecken“.
  4. Und als eigentlich wichtigste Wirkung, kommt es im Rahmen der PDT zur Heilung sichtbarer oder unsichtbarer Lichtschäden/Krebszellen, wodurch eine eventuelle Manifestation von Hautkrebs um Jahre verzögert werden kann.

Die Kombinationsbehandlung dauert etwa 4-5 Stunden und sollte idealerweise zwei Mal im Abstand von etwa einer Woche durchgeführt werden.

Behandelt werden können durch die oben erläuterten Effekte (zeitgleich):

  • Hautkrebsvorstufen, weißer Hautkrebs
  • Narben, insbesondere Aknenarben
  • Feine Hautfältchen, Knitterfältchen
  • Elastizitätsverlust der Haut
  • Couperose, feine rote Blutgefäße
  • Braune Hautverfärbungen, Altersflecken
  • Buntscheckige Haut, Poikilodermie

Praktischer Therapie-Ablauf

Generell sollte eine Photodynamische Therapie, ebenso wie Peelings oder Laserbehandlungen, in den weniger sonnenreichen Jahreszeiten durchgeführt werden.

Bei Diagnosestellung von Hautkrebsvorstufen oder weißem Hautkrebs und Ihrem Entschluss eine Photodynamische Therapie durchführen zu lassen rezeptieren wir Ihnen für große Hautareale eine hierfür zugelassene Creme (Metvix). Diese Creme besorgen Sie sich bitte in einer Apotheke und bringen sie möglichst gekühlt zum Behandlungstermin mit. Die Kosten für die Photodynamische Therapie werden in der Regel von den privaten Krankenkassen übernommen.

Die Behandlung beginnt mit dem Auftragen von Metvix Creme im Behandlungsareal (z.B. Gesicht, Dekolleté). Damit der Wirkstoff optimal in die Haut gelangen kann ist es erforderlich die Creme 4 Stunden lang luft- und lichtgeschützt abzudecken (Okklusionseffekt) und einwirken zu lassen. Während dieser Zeit ist es Ihnen selbstverständlich möglich die Praxis zu verlassen oder auch gerne, z.B. bei im Rahmen einer Gesichtsbehandlung, in unserer Praxis zu verweilen.

Im Falle kleinerer Behandlungsareale kann diese Vorbehandlung auch mittels zugelassener Pflaster (Alacare) von Ihnen selbst - 4 Stunden bevor Sie in die Praxis kommen - durchgeführt werden. Hierdurch verkürzt sich der Behandlungszeitraum auf wenige Minuten.

Nach erfolgter Penetration des Wirkstoffs in Ihre Haut erfolgt die eigentliche Therapie mittels Aktivierung des Wirkstoffes durch Licht einer speziellen Wellenlänge und Energiedosis. Dies geschieht in unserer Praxis mittels IPL (Intense Pulse Light). Im Gegensatz zu einer konventionellen Bestrahlung, welche in der Regel bis zu 20 Minuten dauern kann und einen oftmals extremen Hitzeschmerz verursacht, verkürzt eine Behandlung mittels IPL (Intense Pulse Light) diesen unangenehmen Teil auf sehr viel angenehmere wenige Sekunden.

Nach etwa einer Woche sollte ein zweiter Behandlungszyklus angeschlossen werden.