Fettabsaugung / Liposuktion - Ratgeber & Hilfe

Liposuktion Informationsportal der Sommerclinics Frankfurt

Liposuktion (Fettabsaugung) - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Weltweit der häufigste ästhetisch operative Eingriff.
  • Mit der richtigen Methode Schönheitsoperation mit der niedrigsten Komplikationsrate.
  • Entscheidend für gutes Resultat: Einsatz der optimalen Technik und vor allem Erfahrung des Arztes durch häufiges Operieren.
  • Behandlung früherer „Problemzonen“ (z.B. Po, Wangen) ist durch Weiterentwicklung der Operationstechnik möglich und sicher
  • Laserunterstützte Verfahren für spezielle Indikationen
  • LipoRepair: Von Dr. Sommer entwickeltes Behandlungskonzept zur Reparatur von Fettgewebsunregelmäßigkeiten

Als Mitentwickler hat Dr. Sommer jahrelange Erfahrung mit dem derzeit als Goldstandard der Therapie geltenden Operationsverfahren der Vibrationsassistierten Liposuktion in Tumeszenzlokalanästhesie.

Zu den Fettabsaugung / Liposuktion-FAQ

Behandlungszonen zur Fettabsaugung (Liposuktion)

In den letzten dreissig Jahren fanden unzählige Verbesserungen der Betäubungs- und Operationstechnik sowie des Instrumentariums statt. Hierdurch konnten nicht nur die Ergebnisse des Eingriffes optimiert, sondern auch ein extrem hoher Sicherheitsstandard erreicht werden. Heutzutage ist die Liposuktion der weltweit am häufigsten durchgeführte ästhetisch-operative Eingriff.

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die Behandlungszonen der Liposuktion / Fettabsaugung.

Dr. Boris Sommer über die Behandlung mit SmartLipo, bzw. Laserlipolyse

Zwei Patientinnen schildern Ihre Erfahrungen mit der Laserlipolyse, bzw. der Behandlung mit SmartLipo.
Dr. Boris Sommer erläutert außerdem die laserunterstützte Liposkulptur: Die Auflösung von Fettgewebe mittels schonendem Laserverfahren.

Liposuktion: Wege zu einem schönen Körper

Jede zweite Frau kämpft mit allerlei Tricks und Wunderdiäten gegen ihre Problemzonen. Auf lange Sicht jedoch meist umsonst, wie man inzwischen weiß. Denn nicht alleine Diatprogramme und gezielte Gymnastik, sondern auch Erbanlagen und die hormonelle Situation spielen hierbei eine große Rolle. Die Fettabsaugung hilft dabei vor allem, diätresistente  Fettpolster zu beseitigen und eine Harmonisierung der Körperformen zu erreichen.

Der erste deutsche Patienten-Ratgeber zum Thema Fettabsaugung informiert ausführlich über Möglichkeiten, Chancen und Risiken des Verfahrens.  Eine Vielzahl von Praxisbeispielen und Bildern veranschaulicht dem Laien die Möglichkeit der Liposuktion. Außerdem wurden Entscheidungshilfen zusammengetragen als Unterstützung für die Wahl der richtigen Behandlungsform und des richtigen Therapeuten.

Erschienen 2003 im mednova Verlag, ISBN 3-9808510-0-1.

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Weitere Publikationen zum Thema Fettabsaugung / Liposuktion

Video: Formveränderung des Körpers durch Liposuktion

Dr. Sommer zum Thema "Formveränderung des Körpers durch Liposuktion"

Dr. Boris Sommer erklärt Methoden der Liposuktion: Fettabsaugung mittels Unterspritzung von Kochsalzlösung (Tumeszenzlösung) um die Körperfettzellen voneinander zu trennen und nachfolgender Absaugung.
Außerdem erläutert Dr. Sommer die Möglichkeiten der Laserlipolyse.

Fettabsaugung FAQ

Der Wunsch, überflüssige Fettpolster durch operative Eingriffe zu beseitigen, ist nicht neu: bereits in der Antike wurden derartige Eingriffe durchgeführt. Bis weit ins 20. Jahrhundert wurde dabei störendes Fettgewebe über riesige Schnitte entfernt. Dieses Vorgehen war nicht nur mit einem enormen operativen Risiko durch hohe Blutverluste und andere Komplikationen belastet, sondern führte auch zu ästhetisch äußerst unbefriedigenden Resultaten.

In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts begannen dann erste Versuche, Fett mit Küretten oder Saugern zu entfernen. Dadurch sollten dem Patienten die großen Schnitte erspart bleiben. Den wirklichen Startschuss zur modernen Geschichte der Fettabsaugung gaben dann zwei Italiener in den 70ger Jahren des 20. Jahrhunderts. Unzählige Verbesserungen der Betäubungs- und Operationstechnik sowie des Instrumentariums fanden in den letzten 30 Jahren statt. Es konnten hierdurch nicht nur die Ergebnisse des Eingriffes optimiert, sondern auch ein extrem hoher Sicherheitsstandard erreicht werden. Heutzutage ist die Liposuktion der weltweit am häufigsten durchgeführte ästhetisch-operative Eingriff.

Im Folgenden werden die am häufigsten gestellten Fragen beantwortet. Wer sich ausführlicher zu dem Thema Liposuktion informieren möchte, kann dies z.B. in dem Buch : „Liposuktion- Wege zu einem schönen Körper“, Herausgeber Gerhard Sattler und Boris Sommer, mednova Verlag (ISBN 3-9808510-0-1) tun. Für Fachkollegen: „Lehrbuch der Liposuktion“, Herausgeber Gerhard Sattler, Boris Sommer CW Hanke, Thieme Verlag 2003,(ISBN 3-13-138141-8), Frankfurt.

Diät und Sport sind ideale Maßnahmen, um das Gesamtkörpergewicht zu regulieren und fit zu bleiben. Aber auch mit dem konsequentesten Trainings- und Ernährungsprogramm gelingt es häufig nicht, die Idealfigur zu erreichen. Das liegt an der genetischen Fixierung bestimmter Fettdepots. Die Fettzellen unseres Körpers sind je nach Geschlecht und Region mit unterschiedlichen Oberflächenrezeptoren und Eigenschaften ausgestattet und reagieren daher auf Diät und Sport unterschiedlich.

Bei Frauen erweisen sich zum Beispiel häufig die Fettpolster an Hüften und Oberschenkel als diäteresistent. Die Fettzellen in diesen Regionen „wehren“ sich gegen das Abnehmen, da dieses Fett als „Notreserve“ vor allem auch für den Nachwuchs gedacht ist („Stillfett“). So kommt es, dass man an Stellen abnimmt, an denen man gar nicht abnehmen möchte, die eigentlich störenden Fettpolster bleiben aber stehen.

Die Liposuktion hingegen führt nicht zu einem Gewichtsverlust, sondern entfernt gezielt genau die störenden Fettpolster, die sich Diäten und Sport hartnäckig widersetzen. Ziel der Liposuktion ist daher die bleibende Korrektur der Proportionen. Man spricht daher heute auch oft neudeutsch vom „Body contouring“: Nach einer gelungenen Liposuktion stimmen die Proportionen, man macht buchstäblich eine gute Figur.

Ja. Zunächst einmal gibt es verschiedene Arten der Betäubung. Eine Fettabsaugung kann in Vollnarkose mit stationärem Aufenthalt oder in örtlicher Betäubung als ambulante Behandlung durchgeführt werden. Das Betäubungsverfahren für die örtliche Betäubung wurde eigens für die Fettabsaugung entwickelt; es heißt Tumeszenz-Lokalanästhesie. Dabei wird in Trägerlösung verdünntes Betäubungsmittel direkt in die Areale eingespritzt, die abgesaugt werden sollen. Dadurch wird nicht nur die für den Eingriff erforderliche Betäubung erreicht, sondern das Fettgewebe durch ein langsames Aufweichen optimal für die Absaugung vorbereitet.

Die Fettabsaugung in Tumeszenz-Lokalanästhesie gilt bei den führenden amerikanischen und europäischen Fachgesellschaften derzeit als das sicherste und beste Verfahren.

Sie wird weltweit am häufigsten durchgeführt, derzeit liegen die Zahlen bei ca. 400.000 Fettabsaugungen pro Jahr.

Als besonders schonend hat sich in den letzten Jahren die Kombination der Tumeszenztechnik mit vibrierenden Absaugkanülen erwiesen, die das aufgeweichte Fettgewebe aus den Bindegewebsfasern „rütteln“. Für dieses Verfahren gibt es verschiedene Bezeichnungen. Dr. Sommer wendete es als einer der Ersten in Deutschland in seiner Praxis in Frankfurt an und prägte den Namen der vibrationsassistierten Liposuktion (VAL).

Ganz sanft und noch recht neu ist die Laserlipolyse. Diese kann für bestimmte Regionen eine Behandlungsoptimierung bedeuten.

Die Fettabsaugung in Tumeszenztechnik hat sich gegenüber anderen Verfahren durchgesetzt, da sie eine ganze Reihe von Vorteilen bietet:

  • Dem Patienten wird eine Vollnarkse mit den damit verbundenen Voruntersuchungen (wie z.B. Röntgen des Brustkorbes) und Risiken erspart.
  • Der wache Patient kann und soll während des Eingriffes kooperieren. Als entscheidend für ein perfektes Ergebnis hat sich unter anderem die Umlagerung des Patienten während des Eingriffs (um Areale von verschiedenen Winkeln aus absaugen zu können) sowie das aktive Anspannen von unterliegenden Muskelgruppen erwiesen. Auch sind Kontrollen des bereits erreichten Resultates bei aktiv angespannter Muskulatur gerade gegen Ende des Absaugvorganges sinnvoll, um hier noch feine Korrekturen durchführen zu können.
  • Der Absaugvorgang wird durch das Einwirken der Tumeszenz-Betäubungslösung vereinfacht, da die Lösung ein Aufweichen des Fettgewebes bewirkt. Hierdurch kann mit sehr viel dünneren Kanülen gleichmäßig abgesaugt werden.
  • Bessere Abheilung: Durch die dünnen Kanülen wird auch der Bindegewebsapparat des Fettgewebes erhalten, der entscheidend zur Retraktion (Zurückziehen) der Haut in der Abheilungsphase und damit besseren Ergebnissen beiträgt.
  • Weitere Vorteile sind geringere Blutverluste während des Absaugens sowie geringere Blutergüsse danach durch Schonung der Blutgefäße. Auch die Lymphgefäße werden weniger verletzt.

Derzeit gilt das Verfahren der Tumeszenz-Lokalanästhesie als das schonendste und wird weltweit von den führenden Fachgruppen als Methode der Wahl favorisiert.

Dr. Sommer (Goethestraße 26-28, Frankfurt am Main) ist Mitherausgeber des einzigen deutschsprachigen Lehrbuchs zu diesem Verfahren: Boris Sommer, Gerhard Sattler, CW Hanke:“Tumeszenz-Lokalanästhesie“ Springer Verlag (ISBN 3-540-64573-x). Der Titel der englischsprachigen Übersetzung ist „Tumescent Local Anesthesia“ (ISBN 3-540-66544-7)

Auch im Deutschen Ärzteblatt, der offiziellen Zeitschrift der Bundesärztekammer, wurde über die Tumeszenz von uns berichtet: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/lit.asp?id=26237

Das Beratungsgespräch

In einem ausführlichen einstündigen Vorgespräch wird zunächst einmal festgestellt, inwieweit eine Fettabsaugung für den Patienten sinnvoll ist und mit welchem Resultat zu rechnen ist.

In dem Gespräch wird der Patient weiterhin über die Methode und den postoperativen Verlauf aufgeklärt und hat ausgiebig Gelegenheit, Fragen zu stellen, das Verfahren zu begreifen und gemeinsam mit dem Arzt einen individuellen  Behandlungsplan zu entwickeln.

Je nach Befund müssen auch mehrere Sitzungen eingeplant werden.

Der Eingriff

Am Eingriffstag wird das Operationsgebiet eingezeichnet und dann mit der örtlichen Betäubung begonnen: Über sehr dünne Nadeln wird mit einer Pumpe die Betäubungslösung in das abzusaugende Fettgewebe eingebracht.

Das so betäubte und vorbereitete Fett kann dann mit dünnen Kanülen über ca 3 mm große Einstiche abgesaugt werden. Der gesamte Eingriff dauert ca. 3-4  Stunden. Anschließend wird der Patient schön eingepackt: ein zuvor angepasstes Kompressionsmieder wird mit saugfähigen Kompressen gepolstert. Das ist nötig, da in den ersten ein bis zwei Tagen durch die mit Klammerpflastern verschlossenen Einstiche noch Reste der Betäubungslösung austreten können. Das ist zwar ein bisschen unangenehm, aber erwünscht: die austretende Flüssigkeit schwemmt geronnenes Blut aus und hilft, den Eintritt von Keimen zu verhindern.

Nach dem Eingriff

Der Patient kann sich anschließend abholen lassen und nach Hause gehen bzw. bei weiterer Anreise organsieren wir für die Patienten eine Übernachtungsmöglichkeit, wenn gewünscht. Nach einem Tag erfolgt die erste Kontrolluntersuchung und Verbandswechsel.

Nach spätestens zwei Tagen sind keine Kompressen mehr nötig, das Tragen des Kompressionsmieders wird jedoch noch für eine Weile empfohlen.

Das ist abhängig von der Größe des Eingriffs. Bei Durchführung in Tumeszenz-Lokalanästhesie kann und soll der Patient direkt nach dem Eingriff schon wieder umherlaufen. Die Wirkung der Betäubung lässt nach ungefähr sechs bis acht Stunden nach. Dann können im abgesaugten Areal muskelkaterartige Schmerzen auftreten gegen die man bei Bedarf ein leichtes Schmerzmittel einnehmen kann.

Menschen mit körperlich wenig anstrengender Tätigkeit können nach einer kleinen Liposuktion theoretisch auch schon am Tag nach der Fettabsaugung wieder ihren Tätigkeiten nachgehen. Generell kann man aber sagen, dass eine körperliche Schonung für zwei bis vier Tage sinnvoll ist. In diesen Tagen soll man lieber laufen und liegen als stehen und sitzen.

Sport kann danach nach Wunsch und Gefühl durchgeführt werden, anfangs sollte aber das Kompressionmieder noch getragen werden. Um ein bräunliche Verfärbung der kleinen Einstiche zu verhindern, sollte man Sonne bis zu deren Abheilen und dem endgültigen Verschwinden von Blutergüssen meiden. Sauna ist nach vier Wochen wieder erlaubt.

In den ersten 2 bis 3 Wochen sind oft noch Blutergüsse sichtbar. Die kleinen Einstiche heilen innerhalb dieser Zeit auch ab, sehen dann noch aus wie kleine Mückenstiche und sind nach einigen Monaten meist ganz verschwunden.

Anfangs kann auch noch ebenfalls für einige Wochen eine leichte Schwellung bestehen.

Der gesamte Heilungsprozess „unter der Haut“ dauert tatsächlich Monate. In dieser Zeit stabilisiert sich das Gewebe und erreicht seine endgültige neue Form. Daher sollte man nicht zu früh eventuelle Korrektureingriffe planen.

Obwohl es von der Regenbogenpresse oft anders dargestellt wird:
Fettabsaugung ist die Schönheitsoperation mit der niedrigsten Komplikationsrate überhaupt. Eine Auswertung unter den Mitgliedern der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) hat ergeben, dass es bei den 21.400 durchgeführten Fettabsaugungen im Jahr 2004 lediglich 0,2 Prozent Komplikationsfälle ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen gab.

Prinzipiell kann man zwischen medizinischen Komplikationen (also Auftreten gesundheitlicher Störungen) und kosmetisch — ästhetischen Komplikationen bei unbefriedigenden Ergebnissen unterscheiden.

Die häufigste medizinische Komplikation ist harmlos: es handelt sich um Blutergüsse. Durch Anwendung von Salben kann deren Resorption beschleunigt werden. Durch Irritation kleiner Hautnerven kann sich die Haut über dem abgesaugten Areal vorübergehend taub anfühlen. Innerhalb weniger Wochen kehrt das normale Gefühl aber wieder zurück.

Eine bedrohlichere Komplikation, die aber bei Fettabsaugungen in Tumeszenz-Lokalanästhesie selten ist, ist das Auftreten von Thrombosen. Um die Patienten hiervor zu schützen, kann bei Bedarf mit kleinen Spritzen eine Blutverdünnung für die ersten Tage nach dem Eingriff durchgeführt werden. Ebenso empfiehlt sich die prophylaktische Gabe eines Antibiotikums für einige Tage, um das Auftreten von Infektionen zu verhindern.

Über weitere, seltene Komplikationen werden Sie im Rahmen des Aufklärungsgespräches informiert, in dem auch nach persönlichen Risikofaktoren, die zu beachten sind, gezielt gefahndet wird.

Kosmetisch-ästhetische Komplikationen wie das Auftreten von Unregelmäßigkeiten oder anderweitig unbefriedigenden Resultaten sind bei einem erfahrenen Operateur und Anwendung moderner Operationstechniken selten. Sollten trotzdem einmal für Patient und Behandler unbefriedigende Ergebnisse auftreten, gibt es heute eine Reihe von Korrekturverfahren. Unter dem Begriff des „LipoRepair“ hat Herr Dr. Sommer hierzu ein spezielles Behandlungskonzept entwickelt.

Nein, Fettzellen werden in der Kindheit angelegt, eine Neubildung findet beim Erwachsenen so gut wie nicht statt. Verblieben Fettzellen können allerdings ihr Volumen bis zu einem gewissen Grad vergrößern. Da nie alle Fettzellen an einer Stelle entfernt werden (für ein harmonisches Resultat muss eine dünne Fettschicht zwischen Haut und Muskel stehen bleiben), kann man daher in beschränktem Umfang bei entsprechender Nahrungszufuhr wieder etwas zunehmen. Werden nach der Liposuktion mehr Kalorien zugeführt als der Körper benötigt, können bei einigen Patienten andere Körperteile, die zuvor nicht dazu neigten, dicker werden, denn das überschüssige Fett muss natürlich untergebracht werden.

Sinnvoll ist es daher bei Patienten, die zu Übergewicht neigen, die Liposuktion in ein Gesamtkonzept mit entsprechender Ernährung einzubinden (s. hierzu auch Abschnitt "Was kann die Liposuktionschirurgie leisten?")

Bei Fettabsaugungen in Tumeszenztechnik und mit Vibrationstechnik zieht sich die Haut durch das erhaltene Bindegewebe im Rahmen des Heilungsprozesses zurück.

Inwieweit das möglich ist, ist allerdings neben der Operationstechnik auch vom individuellen Hautzustand und der Größe des abgesaugten Fettpolsters abhängig: Bei Patienten mit sehr weicher Haut und schwachem Bindegewebe ist nicht mit einer so guten Hautretraktion zu rechnen wie bei Patienten mit straffen Geweben.

Ein erfahrener Operateur kann diesbezüglich aber bereits vor dem Eingriff eine realistische Prognose stellen und den jeweiligen Ausgangsbefund beim Festlegen des operativen Vorgehens entsprechend berücksichtigen.

Prinzipiell kann heutzutage überall dort abgesaugt werden, wo Fettgewebe subkutan (also unter der Haut) lokalisiert ist, von den Wangen bis zu den Knöcheln. Dabei haben sich früher als schwierig geltende Regionen durch Optimierung der Operationstechnik inzwischen als gute Indikationen erwiesen, z.B. die Gesäßregion.

Auch neue Indikationen wie das Lipolymphödem kamen hinzu.

Manchmal liegen die Fettdepots allerdings nicht direkt unter der Haut, z.B. im Bauchbereich bei Männern. Vor jedem Eingriff muss daher geklärt werden, ob das störende Fett einer Absaugung zugänglich ist.

Die Fettabsaugung ist keine Wunderwaffe gegen Übergewicht. Ihre eigentliche Domäne stellt die Beseitigung umschriebener Fettdepots, die das Gesamterscheinungsbild stören, dar. Daher wird heutzutage auch oft der Begriff des „bodycontouring“ verwendet. Auch wenn die Fettabsaugung daher nicht als Verschlankungsverfahren für generell übergewichtige Menschen geeignet ist, können auch dickere Menschen von einer Fettabsaugung profitieren: Durch gezielt Beseitigung der am meisten störenden Stellen kommt es oft zu einem neuen Motivationsschub und einem positiveren Körpergefühl. Dies kann zur dauerhaften Änderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten und damit auch zur generellen Gewichtsabnahme führen.

Fettabsaugung/Liposuktion Behandlungszonen

Beurteilung:

Bei Beachtung der richtigen Voraussetzungen sehr gut geeignet.

Besonderheiten:

Im Alter kommt es je nach Veranlagung zu mehr Fettgewebe im unteren Gesichtsdrittel oder es bildet sich ein Doppelkinn. Durch die Fettabsaugung kann das überschüssige Fettt entfernt werden, durch die anschliessende Wundheilung kommt es gleichzeitig zu einem gewebestraffenden Effekt. Dieser kann im Gesichtsbereich so deutlich sein, dass in der amerikanischen Literatur auch von „Wochenend-Facelift“ (rasche Abheilung wegen fehlender langer Schnitte).

Die Fettabsaugung ist ungeeignet bei zuviel Hautüberschuss, sehr hängender Haut und zuwenig Fett. Die Fettabsaugung ist gut geeignet bei wenig Hautüberschuss, relativ straffem Unterhautfettgewebe und mässig bis viel Fettgewebe.

Kompressionsmieder:

wird 2-3 Tage getragen

Beurteilung:

Bei Beachtung der richtigen Voraussetzungen sehr gut geeignet

Besonderheiten:

Im Alter kommt es besonders bei den Damen je nach Veranlagung zu mehr Fettgewebe im Armbereich. Kann subjektiv sehr störend werden, wenn der Arm bewegt wird (ein „gemeiner“ österreichischer Ausdruck ist „Winkfett“). Durch die Fettabsaugung kann das überschüssige Fett entfernt werden, durch die anschliessende Wundheilung kommt es gleichzeitig zu einem gewebestraffenden Effekt. Im Bereich der Oberarme zieht sich die Haut erfahrungsgemäß gut zurück.

Die Fettabsaugung ist ungeeignet bei zuviel Hautüberschuss, sehr hängender Haut und zuwenig Fett. Die Fettabsaugung ist gut geeignet bei wenig Hautüberschuss, relativ straffem Unterhautfettgewebe und mässig viel Fettgewebe.

Bei wenig stark ausgeprägten Befunden können auch gute Ergebnisse erzielt werden, hierfür ist viel Erfahrung nötig.

Kompressionsmieder:

Eine bolero-artige Weste mit Armteil wird 2-3 Wochen nach der Operation getragen

Beurteilung:

Die Eignung muss genau beurteilt werden. Bei guter Eignung für den Eingriff können sehr befriedigende Ergebnisse erzielt werden.

Besonderheiten:

Eine vergrösserte, frauenhafte Brust kann genetische Veranlagung sein. Oft kommt sie als als Überbleibsel einer früheren Gewichtszunahme oder nach Einnahme von Kortison wegen anderer Erkrankungen vor. Weil man auch im Bereich der Brustwarze absaugen muss, kann es zu länger anhaltendem Taubheitsgefühl der Brustwarze kommen, dies ist aber so gut wie immer vorübergehend.

Bei Männern ist die Brust eine der vier am häufigsten behandelten Regionen (nach Bauch, Taille/ Flanke, Doppelkinn).

Kompressionsmieder:

eine armfreie Weste wird 2-3 Wochen nach der Operation getragen

Beurteilung

Gut geeignet für eine Absaugbehandlung, aber aufgrund eines höheren Fasergehaltes eventuell Kombination mit Laserlipolyse sinnvoll.

Besonderheiten

Um ein harmonisches Gesamtbild zu ermöglichen, sollte keine isolierte Behandlung einzelner Wülste, sondern eher das gesamten Rückens bzw der Flanken durchgeführt werden.

Kompressionsmieder

Postoperativ wird das Tragen eines Kompressionsmieders für eine Woche Tag und Nacht, anschließend für 4 Wochen nur tags empfohlen.

Beurteilung

Der Bauch stellte eine der klassischen Indikationen der Fettabsaugung mit sehr guten Ergebnissen dar.

Besonderheiten

Man unterscheidet Ober- und Unterbauch; die Trennlinie verläuft auf Höhe des Bauchnabels. Der Oberbauch ist meist faserreicher, hier kann eine Kombination mit der Laserlipolyse sinnvoll sein. Die beiden Regionen werden meist gemeinsam behandelt.

Kompressionsmieder

Postoperativ wird das Tragen eines Kompressionsmieders für eine Woche Tag und Nacht, anschließend für 4 Wochen nur tags empfohlen.

Beurteilung

In der Regel gelingt hier problemlos eine hochwertige Liposkulptur. Hüfte und Taille zählen zu den sehr guten Indikationen der Lipochirurgie.

Besonderheiten

Gerade bei Frauen lagert sich beim Älterwerden häufig im Bereich der Hüften und Taillen Fett ein.
Aber auch veranlagungbedingt können in dieser Region störende, diätresistente Fettpölsterchen sitzen. Da das Gesamterscheinungsbild durch  ein harmonisches Zusammenspiel der aneinander grenzenden Regionen entsteht, ist im Gesamtbehandlungskonzept oft eine gemeinsame Behandlung von Hüfte und Taille, manchmal auch der Oberschenkelregion notwendig.

Kompressionsmieder

Postoperativ wird das Tragen eines Kompressionsmieders für eine Woche Tag und Nacht, anschließend für 4 Wochen nur tags empfohlen.

Beurteilung

Lange Zeit galt diese Region als „verbotene Zone“ für die Fettabsaugung, da durch unvorsichtige Entfernung des Fettpolsters das Gesamterscheinungsbild eher nachteilig verändert wurde: Bei falscher Technik kann es zu einem unschönen „Hängen“ des abgesaugten Areals kommen.
Mit moderner Liposuktionstechnik und durch strenge Beachtung nicht zu behandelnder Zonen können durch erfahrene Operateure heutzutage gute Resultat erzielt werden. Das Gesäß zählt aber prinzipiell zu den schwierigen Indikationen.

Besonderheiten

Häufig sind die Fettdepots um das Gesäß (Hüften, Reithosen) störender und für das Gesamterscheinungsbild entscheidender als das Fett direkt auf den Glutealmuskeln. Klagt also eine Patientin über einen „zu dicken Po“, muss genau eruiert werden, welche Fettdepots gemeint sind. Zu beachten ist, dass die natürliche runde Form des Gesäßes ganz wesentlich von den Fettdepots mitgeprägt wird. Oft ist auch nicht ein zuviel an Fett, sondern eine durch altersbedingt veränderte Statik mit Absacken und Zusammensinken der Muskeln störend. Hier bedarf es der genauen Indikationsstellung durch einen erfahrene Therapeuten.
Das Gesäß kann nicht isoliert, sondern nur im Zusammenspiel mit der angrenzenden Oberschenkelrückseite befriedigend behandelt werden.

Kompressionsmieder

Neben dem Kompressionsmieder kann ein Verkleben in den ersten tagen sinnvoll sein, um das empfindliche Gewebe maximal zu entlasten.

Beurteilung

Es handelt sich um eine häufige Indikation, die sich sehr gut zur Behandlung durch Liposuktion anbietet, da gerade in dieser Region Ernährungsumstellungen und Training auch bei konsequenter Einhaltung meist keinen Erfolg zeigen. Allerdings zählt die Oberschenkelaußenseite nicht zu den „einfachen“ Regionen, da es sich um ein dreidimensionale Struktur handelt, die sowohl den lateralen Aspekt der Körpersilhouette beeinflusst als auch mit den angrenzenden Arealen wie Hüfte, Gesäß und Vorder- sowie Rückseite des Oberschenkels in Einklang gebracht werden muss.
Die Oberschenkelinnenseite lässt sich in der Regel komplikationslos behandeln, meist ist das Gewebe weich und gut der Absaugung zugänglich. Eine besondere Rolle nimmt die Oberschenkelvorderseite ein, die ebenfalls eine eher schwierige Region darstellt. An der Innen- und Vorderseite ist zu beachten, dass durch das weiche Gewebe bei Verwendung einer falschen Technik eine unschöne Riefenbildung erzeugt werden kann.
Die Oberschenkelrückseite wird häufig gemeinsam mit dem Gesäß behandelt (so genannte ästhetische Einheit).

Besonderheiten

Fettablagerungen an den Oberschenkelaußenseiten, die „Reithosen“ sind typisch für das weibliche Geschlecht. Sie gehören zum so genannten „Stillfett“, das sind Fettreserven, die nur im äußersten Notfall (z.B. Ernährung von Säuglingen in Hungerperioden) angegriffen werden und zeigen sich daher aufgrund einer spezifischen Rezeptorausstattung extrem diätresistent. Nicht selten finden sich dabei auch deutliche Missverhältnisse zwischen schlankem Oberkörper und kräftigen Oberschenkeln. Das Bild der derart „zweigeteilten“ Frau kann bis zu zwei Konfektionsgrößen Unterschied zwischen z.B. Blusen und Hosen ausmachen. Bei Männern treten Fettdepots an den lateralen Oberschenkeln fast ausschließlich bei Hormonstörungen auf.
Je nach Ausprägung können gerade die Fettablagerungen an der Innenseite der Oberschenkel als besonders mechanisch störend beim Laufen empfunden werden. Auch wenn häufig primär die Oberschenkelaußenseiten als störend empfunden werden, muss in den meisten Fällen eine Behandlung der Innenseiten zur Harmonisierung des Gesamtresultates angeschlossen werden.

Kompressionsmieder

Der Patient wird postoperativ mit einem ausreichen weit nach unten reichenden Kompressionsmieder versorgt. Dieses soll für eine Woche tags und nachts, anschließend für 3-4 Wochen tags getragen werden.

Beurteilung

Das störende Fettgewebe an der Knie-Innenseite oder manchmal auch im bereich der Kniescheibe kann meist problemlos entfernt und eine ansprechende Gelenkkontur erreicht werden.

Besonderheiten

An der Innenseite der Knie kann sich manchmal veranlagungsbedingt ein isoliertes Fettdepot finden. Meist findet sich hier vermehrt Fett, wenn auch die Innenseite des Oberschenkels vermehrt Fett aufweist, weswegen beide Zonen meist in einer Sitzung behandelt werden im Sinne der ästhetischen Einheiten.

Kompressionsmieder

Der Patient erhält nach dem Eingriff Kompressionsstrümpfe.

Beurteilung

Tatsächlich kann auch diese Region mit sehr guten Ergebnissen abgesaugt werden. Voraussetzung ist, dass die störende Umfangsvermehrung auf subkutanen Fettgewebe beruht.

Besonderheiten

Wichtig ist es, präoperativ festzulegen, was an einem vermehrten Unterschenkelumfang auf Fettansammlung und was auf einer Zunahme der Muskelmasse beruht. Dies sollte durch pinch-tests am entspannten und angespannten Unterschenkel eruiert werden.
Die Region fällt vor allem beim Tragen von Röcken auf. Die Behandlung der Knöchelregion geschieht meist in Zusammenhang mit den Waden.

Kompressionsmieder

Der Patient erhält nach dem Eingriff Kompressionsstrümpfe.

Downloads zum Thema Fettabsaugung/Liposuktion

Pressemeldung GÄCD

  • Presse-FettwegSpritze.pdf(75 KB)

    Pressemeldung - Fettpolster einfach wegspritzen? GÄCD: Fett-weg-Spritze kann Fettabsaugung ergänzen.

  • Gra1410 BeautyOP.pdf(845 KB)

    Lifting und Botox sind passé! Die neue Wunderwaffe: Filler. GRAZIA April 2010

  • kosmetik int 11 2004.pdf(388 KB)

    Dr. Sommer über Liposuktion, Fehlerquellen und eine gezielte Korrektur. Kosmetik International November 2004

  • vouge 04 2003.pdf(685 KB)

    Kleine Makel korrigieren, Ihre persönliche Aura behalten: die besten Lifting-Alternativen - von Unterspritzung bis Dauer-Make-Up. Vogue April 2003

Weitere Publikationen

Für Ärzte. Die Tumeszenz-Lokalanästhesie ist das weltweit am häufigsten angewendete Betäubungsverfahren bei der Fettabsaugung. Dabei bietet dieses Verfahren der reinen örtlichen Betäubung nicht nur die höchste Sicherheit, sondern hat den gesamten Behandlungsablauf sowie die Ergebnisse der Operation verbessert. Das Lehrbuch Tumeszenz-Lokalanästhesie ist das einzige wissenschaftliche Werk in deutscher und englischer Sprache zu diesem Verfahren. Erschienen 1998